Ibbenbüren, 13.07.2013, von Markus Boldt

Teamtraining der aktiven Helfer des THW OV Greven mit einem Erlebnispädagogen im Kletterwald Ibbenbüren

Am 13.07.2013 fand unser Teamtraining im Kletterwald Ibbenbüren unter fachlicher Leitung des Erlebnispädagogen Christian Pösse statt. Insgesamt 22 aktive Helfer nahmen an dieser standortverlagerten Ausbildung, welche durch Projektmittel des „Bürgerschaftlichen Engagements“ finanziert wurde, teil. Ziel dieser Maßnahme war es, den Teamgeist zu stärken und das Vertrauen der Helfer in Ihre Kameraden zu steigern.

Die Helfer wurden in zwei Gruppen gleicher Personenanzahl aufgeteilt, wobei die Stärken und Schwächen jedes einzelnen erst später bei erlebnispädagogischen Aufgaben zum Vorschein kamen. Die erste Gruppe erhielt vormittags (drei Stunden) das Teamtraining und die zweite Gruppe durfte ihre Grenzen  im Kletterwald ausloten. Nach einer Mittagspause, die bei schönem Wetter vor Ort abgehalten wurde, wurden am Nachmittag die Gruppen getauscht. Wobei zu diesem Zeitpunkt beide Gruppen nicht wussten, was die andere am Vormittag erlebt hat. 
Das Teamtraining beinhaltete die folgenden Aufgaben, die als Gemeinschaft zu lösen waren: 
Die erste Aufgabe bestand darin, dass jeder Vertrauen zu den Kameraden seiner  Gruppe fand. Hierbei bestanden die Teilaufgaben darin, sich vorwärts sowie rückwärts  in die Arme eines anderen Helfers fallen zu lassen und sich sicher sein zu können, dass dieser einen auffängt. Nachdem alle Gruppenmitglieder dieses miteinander durchgeführt hatten, wurde eine Person von allen der Gruppe hochgehoben, bis über die Köpfe der Helfer – jeder hatte dabei das nötige Vertrauen in die Gruppe und hat sich dieser Aufgabe gestellt.
Eine weitere Herausforderung und auch Überwindung brachte die dritte Teilaufgabe  mit sich: Hier sollte sich ein Helfer von einem Baumstumpf rückwärts in die Arme der anderen Teammitglieder fallen lassen. Bei dieser Aufgabe waren einige Helfer so ehrlich und haben diese Aufgabe ausgelassen.
Nachdem unser Trainer sagte, dass sich die Gruppe als Team gefunden hat, gab es Aufgabe Nr. 2. Diese bestand darin, alle Mitglieder durch ein "Spinnennetz" zu bekommen, wobei dieses nicht berührt werden durfte und auch keine Netzöffnung  mehrmals zu benutzen war. Das Team durfte sich vorher beraten, jedoch durfte nach Beginn nicht mehr gesprochen werden. Beide Teams benötigten zwei Anläufe hierfür. Einig war man sich nach dem Spiel, dass zu viel Kommunikation im Team auch  mal hinderlich sein kann.  
Bei Aufgabe Nr. 3 sollte eine Person eine senkrechte freistehende Leiter hochklettern, welche durch vier Teammitglieder mit Seilen gesichert wurde. Diese Position war dann zu halten. Die kletternde Person wurde wiederum von drei weiteren Helfern am Boden  gesichert, somit Bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für den Helfer. Die Herausforderung hierbei war, den sichernden Helfern Anweisungen zu geben, wie die  Leiter zu stehen hat, um weiter hoch zukommen. Das Ziel war, freihändig auf der obersten Sprosse zu stehen. Auch hier wurde wieder das Vertrauen ins Team gebraucht.  Die eigenen Grenzen wurden teilweise erreicht. 
Die letzte Aufgabe des Teamtrainings bestand darin, dass alle Mitglieder des Teams  über fünf Baumstümpfe, unter Zuhilfenahme von drei Holzbohlen einen Parcours überwinden. Auch bei dieser Aufgabe war der Teamgeist gefragt. Es durfte sich  wieder beraten werden, aber bei der Durchführung herrschte wieder Sprechverbot.  Beide Teams brauchten auch hier wieder zwei Versuche, da teilweise die Schwächen  einzelner Helfer unterschätzt wurden und das Team diese ausgleichen musste. 
Nachdem all diese Aufgaben erfolgreich durchgeführt wurden, ging es sportlich im Kletterwald weiter. Nachdem jeder seine Sicherung angezogen hatte und diese  überprüft worden war, erfolgte eine Einweisung durch das Personal, wobei auch jeder  einen kleinen Klettersteg überqueren musste. Hiernach konnte sich dann jeder Helfer drei Stunden lang an seine Grenzen in luftiger Höhe herantasten. Wobei auch hier der Spaß nicht fehlen durfte!
Bei der abschließenden Nachbesprechung waren sich die Führung und alle Helfer einig, dass dieser Tag und insbesondere das dreistündige Teamtraining ein voller Erfolg waren, dass man sich aufeinander verlassen kann und im Ernstfall auch das Vertrauen in jeden Einzelnen da ist. Das Fazit aller war, ein solches Teamtraining auf jeden Fall nochmals für alle Helfer durchzuführen.  
Aus unserer Sicht können wir sagen, dass dieser Tag für die Motivation der Helfer und auch für die Helferbindung und  -erhaltung  ein voller Erfolg war. So mancher Helfer hat seine Grenzen erkannt und konnte sein Selbstvertrauen stärken. 


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